Die rechtliche Absicherung der nichtehelichen - heterosexuellen - Lebensgemeinschaft

03.12.2018

d.h. zwischen Personen verschiedenen Geschlechts, gibt es gesetzlich nicht!

In Zeiten wo gleichgeschlechtliche Partner nicht einmal mehr der Weg der Eheschließung verschlossen bleibt und gleichgeschlechtliche – verpartnerte oder verheiratete Paare steuerlich, erbrechtlich und scheidungsrechtlich gleich behandelt werden, mutet es geradezu antiquiert an, dass heterosexuelle – nichteheliche – Lebensbeziehungen, egal wie lange sie bestanden, von jeglicher Privilegierung ausgeschlossen bleiben! Dabei bewähren sich gerade diese Lebensgemeinschaften auf lange Sicht oft länger als die Ehe. Erst in den vergangenen Jahren kamen Eheschließungen – inzwischen auch zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern – wieder mehr in Mode. Zum Regelmodell mutierte über viele Jahrzehnte immer häufiger die Variante „Double income, no kids“. Zwei die sich gefunden haben, für einander einstehen, nicht heiraten und keine Kinder haben. Diese Partnerschaften, oftmals länger andauernd als viele Ehen, bleiben nach wie vor vom Gesetzgeber von jeder Privilegierung ausgenommen. Gleichwohl gibt es auch hier zahlreiche legale Gestaltungsmöglichkeiten, um die langjährige Partnerin bzw. den Partner im Erbfall vor den gesetzlichen Erben zu schützen. Angefangen vom lebenslangen Wohnrecht, über Nießbrauch und Einsetzung zum Alleinerben ist alles möglich. Auf dem Weg dahin könnte nur der Fiskus eine unbequeme Rolle einnehmen. Dabei ist auch in diesen Partnerschaften, wie in jeder konventionellen Ehe, eine Absicherung notwendig. Dies gilt im Übrigen nicht nur für den Todesfall, sondern auch für den Trennungsfall. Oft kommt nach der Trennung das böse Erwachen, wenn beide z.B. eine Immobilie erworben haben und einer der Partner ein Erbe zur Finanzierung eingebracht hat. Die Konsequenzen einer Trennung bei nichtehelichen Partnerschaften lassen sich vertraglich regeln. Vertraut man auf den Gesetzgeber führt dies dagegen oftmals zu völlig unbefriedigenden Ergebnissen.

Scheuen Sie nicht den Weg in eine qualifizierte Beratung.

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